Artikel im Burgdorfer Anzeiger

Montag, 5. Januar 2009 15:14

Am 05. Januar 2009 erschien im Burgdorfer Anzeiger der folgende Artikel über unsere Arbeit als Frühförderstelle:


Frühzeitig und zu Hause fördern


Eine Therapie in den ersten Lebensjahren muss aber von der Region bewilligt werden


Die Hausfrühförderung Burgdorf ermöglicht zeitige Hilfe für Kinder mit Handicaps. Eine Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten gehört dazu.


VON STEFAN HEINZE


BURGDORF. Die in wenigen Monaten zwei Jahre alte Lotta-Florentine hatte keinen unbeschwerten Start ins Leben. Wegen Problemen bei der Entwickluns des Hüftgelenkes war sie bis züm achten Lebensmonat von den Füßen bis zur Hüfte eingegipst und damit in der Bewegungsfähigkeit sehr eingeschränkt. Bewegung ist aber für die Gehirnreifung wichtig. Eine positive Körperwahrnehmung konnte Lotta-Florentine so noch nicht entwickeln. Ihrer Mutter Anke Bavendiek war das orthopädische Problem nicht neu. Auch die drei zuvor geborenen Töchter hatten damit zu kämpfen. Für Lotta-Florentine nimmt Bavendiek erstmals die Hausfrühförderung in Anspruch. Zweimal in der Wöche eine Stunde lang trainiert die Heilpädagogin Carola Weiser von der Hausfrühförderung Burgdorf mit dem Mädchen. Sei es mit einem "Bad in Bohnen" oder anderen Techniken - Weiser arbeitet mit dem Mädchen schwerpunktmäßig an einer positiven Körperwahrnehmung und der Bewegungsfreude. "Andere Kinder machen beim Kuscheln mit ihren Eltern vom ersten Lebenstag an wohltuende Erfahrungen, die auch der emotionalen Entwicklung gut tun", erläutert die Therapeutin. Doch mit dem Gips war das Kuscheln bei Lotta-Florentine nur eingeschränkt möglich. "Wenn man eingegipst ist, fühlt man sich auch nicht", sagt Weiser. Für Bavendiek ist die Therapie eine wichtige Unrerstützung. "Man weiß ja nicht, womit man die Körperwahrnehmung fördern kann", sagt die Mutter. Weiser nimmt als Systemische Familientherapeutin die Familien insgesamt in den Blick. Je nach Handicap des Kindes kann auch die Zusammenarbeit mit Krankengymnasten, Sprach- und anderen Therapeuten wichtig sein. Gewöhnlich dauert die Tnerapie ein halbes bis ein Jahr. Bewilligt und bezahlt wird sie vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover, Außenstelle Burgdorf Schillerslager Straße 38, Telefon (05136) 887144.